Perfekt? Nicht genug! Selbstoptimierung bei Kindern und Jugendlichen
Shownotes
Kennst du das Gefühl, ständig besser werden zu müssen? Auf Social Media wirkt alles perfekt – vom Aussehen über die Karriere bis hin zum Lifestyle. Dieser Druck, sich immer weiter zu optimieren, ist allgegenwärtig. Aber wann wird er zu viel? In dieser Folge sprechen Mila und Stella offen über ihren eigenen Struggle mit dem ständigen Vergleichen und dem Drang, immer mehr zu erreichen. Sie erzählen, wie dieser Druck ihre Unsicherheit verstärkte und schließlich sogar gesundheitliche Folgen hatte. Außerdem diskutieren sie, warum es so wichtig ist, sich selbst anzunehmen und den Perfektionismus loszulassen.
Wenn du dich gerade nicht gut fühlst, findest du hier wichtige Informationen und Hilfsangebote, die dir weiterhelfen können. Du bist nicht allein.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Es gibt auch durch Social Media und wie gesagt, es gibt so viele Menschen die super individuell sind.
00:00:05: Und wenn du so auf der Suche nach dir selber bist kannst du dich halt extrem schnell darin verlieren... ...und eher gar nicht mehr wissen was will ich eigentlich?
00:00:13: Dann hast du vielleicht eine Sache gemacht und bist durch diese Tür gegangen und dann siehst du andere, die machen das und gehen durch die Tür und dann wird alles sofort in deinem Kopf wieder umgeschmissen und du denkst, dass ist nicht gut so wie's ist!
00:00:24: Deswegen aber irgendwann weißt Du, DAS IST DIE
00:00:28: TÜR!!!
00:00:29: Die für mich bestimmt ist und das ist auch gut.
00:00:31: Und die anderen Türen dürfen da sein, wenn ich durch die gegangen wäre, wär's ein anderer Weg gewesen?
00:00:36: Ja!
00:00:54: Ja hallo zusammen zu einer neuen folgenden Seelen-Struggle.
00:00:58: Ich bin Kai Klüting, ich sag's direkt mal am Anfang... ...ich moderiere den Podcast hier zusammen mit Laura Derckst.
00:01:05: du bist auch am Start.
00:01:06: Jetzt können
00:01:07: wir das direkt nochmal aufdrösseln.
00:01:08: für alle die bisher noch nicht gehört haben!
00:01:10: Ich bin nicht aus nem psychologischen Kontext, ich arbeite sonst fürs Radio.
00:01:15: Zum Glück ist Laura da weil du bist jetzt, ich sage es manchmal falsch, du bist Psychotherapeutin oder wie soll ich es eigentlich richtig?
00:01:23: Kinder und Jugendlichen Psychotherapeutin.
00:01:25: So, das merke ich mir jetzt mal für die anderen Folgen.
00:01:29: Wir haben schon ein paar gemacht und manchmal vergesse ich komme nicht ich will es ja immer richtig sagen.
00:01:32: also schön dass ihr da seid.
00:01:33: wir haben heute finde ich Ein super spannendes thema weil so weit reicht selbstoptimierung In meinem kopf.
00:01:40: Ich habe das gehört und dachte Selbstoptimierungen finde ich jetzt per se erstmal positiv.
00:01:45: komischerweise darfst du mich schon Du hast direkt gesagt, da würde ich was zu sagen.
00:01:51: Ist für dich nicht so hundertprozent positiv?
00:01:53: Ja, für mich war es genau andersrum und das finde ich deswegen so lustig weil ich mich jetzt auch frage ob du bei dem Vorschlag gedacht hast hey was wollen die dafür eine Folge machen?
00:02:02: aber als wir vorher die Folge geplant haben war es bei mir genau anders rum.
00:02:07: Ich dachte selbst Optimierung ist gefährlich Das kann kippen.
00:02:12: Ach, das ist doch was total Positives.
00:02:14: Ja es ist für mich... Also mir hilft das!
00:02:17: Für mich in meinem Kopf war Selbstoptimierung ein Stück weit so'n Motor der mich motiviert und mich ein bisschen antreibt.
00:02:24: Jetzt sind wir natürlich schon ein bisschen in die Materie eingestiegen Und ich weiß jetzt natürlich darum dass dieser Motor eben auch wenn er sagen wir mal immer im roten Drehzahlbereich geht Dass das ungesunde sein kann.
00:02:37: Psychologisch.
00:02:39: Wie ordnest du das ein?
00:02:40: Also, wann ist das Selbstoptimierung vielleicht ungesund.
00:02:43: Genau also ich glaube um vielleicht erst mal noch bisschen zu erklären was es eigentlich selbst Optimierung... Das ist gar nicht so einfach zu sagen!
00:02:51: Ich habe das auch nochmal versucht da so Zahlen zu finden.
00:02:54: aber es gibt da eigentlich keine guten Studien die perfekt das messen und es gibt auch ganz viele unterschiedliche Worte zum Beispiel selbst Verbesserung, Selbstoptimerungen persönliches Wachstum.
00:03:07: Es ist ein bisschen so ein schwammiger Begriff, aber letztendlich geht es ja darum sich zu verbessern im körperlichen, geistigen sozialen oder emotionalen Bereich wobei Verbesser nicht immer heißt dass man mehr macht sondern das kann ja auch manchmal heißen genau weniger zu machen also zum Beispiel weniger ausgehen oder Sachen besser zu balancieren eine bessere Balance zu schaffen zwischen Arbeit und Freizeit.
00:03:32: Genau!
00:03:32: Das kann man gar nicht klar definieren.
00:03:35: Viele haben natürlich so ein Bereich Selbstoptimierung, zum Beispiel bei Sport oder so.
00:03:39: Also dann nimmt man sich das Routine vor... Ich gehe jetzt mehr laufen und ich habe jetzt eine Sportuhr und damit überwache ich das noch mal mehr.
00:03:45: Er ist auch so ein Teil der Selbstoptmierung.
00:03:47: Jetzt hast du schon so mental das angehen?
00:03:49: Ich möchte weniger ausgehen oder ich möchte mein Schule, Freizeit, Pensum irgendwie so ein bisschen... ...ich möchte weniger Hausaufgaben machen, damit ich mehr... Wenn mein Freund machen kann oder ich will viel mehr Hausaufgeben machen, dass ich besser werde!
00:04:03: Jetzt klingt das für mich trotzdem, jetzt auch Wachstum und so sind da alle so Begriffe die jetzt erstmal so klingen als wäre das immer noch gut.
00:04:10: Ab wann ist es also... Das ist ja wirklich so eine Frage.
00:04:12: Wo würdest du denn sagen okay das kann kippen?
00:04:14: Wann kippt das dann?
00:04:16: Genau ich glaube dass Wort was es da so ganz gut trifft is vielleicht das Wort Perfektionismus.
00:04:22: Perfkt ist ja auch erst mal etwas was sich viele Leute wünschen.
00:04:26: aber ich glaube den meisten Leuten ist klar dass es ja perfekt in dem Sinne in vielen Sachen gar nicht gibt.
00:04:31: Also viele Sachen wie Gesundheit, Schönheit.
00:04:36: Zukunft ... Da kann man ja gar nicht genau irgendwie definieren was ist da perfekt?
00:04:41: Perfektes Leben.
00:04:42: Genau das ist irgendwie ganz schwierig und beim Perfektionismus unterscheidet man zwischen einem sogenannten adeptiven Perfektionismus und maladaptiven Perfonismus.
00:04:52: Das bedeutet letztendlich so ein bisschen was wie hilfreichem, nicht-hilfreichen Perfonismus.
00:04:57: Und der hilfreiche Perfonismo zeichnet sich eben dadurch aus dass man zwar vielleicht auch ehrgeizig ist und sich verbessern möchte und auf Dinge hinstrebt aber wenn es mal nicht klappt oder man Fehler macht das man sich trotzdem irgendwie mit Selbstliebe begegnet Mitgefühl mit sich hart, auch versteht das es nicht immer an einem selber liegt.
00:05:17: Sondern manchmal die Umstände blöd sind und so eher aus Fehlern wächst.
00:05:22: Und beim nicht-so hilfreichen Perfektionismus ist es eher so dass man immer noch besser sein möchte wenn man einen Punkt ist dann aber gar nicht wirklich zufrieden ist also Erfolge nicht so feiern kann und bei Fehlernen auch nicht denkt ach das eine Chance zu wachsen sondern denkt mit mir ist was falsch?
00:05:40: Also ich bring irgendwie das nicht mit einfach.
00:05:44: Ich bin einfach kein perfekter Mensch und sich dann sehr hart kritisiert, genau.
00:05:50: Und das ist natürlich auch schon der Punkt wenn man sich sehr viel runterzieht oder auch wenn es dann so ein Muss ist und Star und unflexibel ist.
00:05:59: also wenn ich nicht denke zum Beispiel bei deinem Beispiel mit dem Joggen, wenn ich mich denke ach ich möchte gerne mehr joggen sondern denke ich muss jetzt joggen Deine Freunde fragen, ob du dich treffen möchtest.
00:06:11: Wenn du sagst nee ich muss aber joggen und dann vernachlässigst du andere Sachen die vielleicht auch wichtig sind.
00:06:17: oder wenn du dann jeden Tag joggst und merkst eigentlich verbessert sich deine Lebensqualität gar nicht Aber du denkst immer trotzdem du musst das machen obwohl es gar nicht zu dem Ziel kommt was du dir erhofft hast nämlich dass es dir besser geht.
00:06:30: Das ist glaube ich ein ganz gutes Beispiel Was uns gleich unsere ... Gästchen oder Gäste heute auch noch mal ein bisschen näher bringen, weil ich glaube gerade unsere erste Gast.
00:06:45: Ich glaube Gast dachte eigentlich Gästen?
00:06:47: Ich weiß es gar nicht!
00:06:48: Gäston?!
00:06:49: Es ist Mila.
00:06:52: Mila ist noch aktuell in Therapie.
00:06:54: Sie ist sechzehn und die hat sehr stark mit Selbstoptimierung zu kämpfen... ...weil da ist es glaube ich sehr häufig so dass dieses Muss in Milas Kopf sehr groß ist Und sie hat uns ganz viele schöne Sachen erzählt, das hören wir jetzt erst mal.
00:07:14: Dann sag ich schonmal hallo Mila schön dass du da bist.
00:07:16: Hallo!
00:07:17: Du kennst unseren Podcast was auch sehr schön ist und dann weißt du auch Wir haben am Anfang immer eine Rubrik.
00:07:25: Selbstoptimierung fühlt sich für mich an wie?
00:07:29: Also ich würde sagen es ist so ein bisschen diese Frage aufwürft ob es mehr Selbstbewusstsein schafft oder vielleicht auch einfach... viel Druck einem selbst macht und man sich dadurch vielleicht auch mehr kaputt machen kann als helfen kann.
00:07:44: Finde ich richtig spannend, dass du sagst, weil genau das ist die Unterhaltung gewesen... ...die wir so vorher alle als wir uns über dieses Thema unterhalten haben... ...auch hatten, weil in meiner Welt war Selbstoptimierung eher was Positives?
00:07:56: Und Laura zum Beispiel hat direkt gesagt ne also, dass Selbstoptmierung schon etwas, das kann schnell umschlagen.
00:08:04: Wo bewegt sich das bei dir?
00:08:05: Überwiegt welches Gefühl?
00:08:08: Also ich würde so ein bisschen sagen, dass glaube ich dieser Druck schon im Vordergrund häufig steht.
00:08:13: Aber es kommt doch immer auf das Thema an aber... Ich glaub überwiegend tut schon der Druck den ich mir damit mache.
00:08:20: Wo ist Selbstoptimierung in deinem Leben Thema?
00:08:24: Also, ich würde auf jeden Fall sagen, daß das Körperbild angeht.
00:08:27: Daß die Schwierigkeit sich selbst akzeptieren oder ob man halt dann doch lieber noch was verändern möchte.
00:08:35: Und das wirkt sich, glaube ich auch so ein bisschen auf das Thema Perfektionismus und Schule aus.
00:08:40: Da Schule ist auch noch mal ein großer Leistungsdruckfaktor, den ich mir mache.
00:08:45: Vergleist du dich da eher viel mit anderen?
00:08:47: Oder wo kommt dein Druck her?
00:08:50: Also der Druck, den nicht mehr am meisten mache, ist eigentlich mir selbst – also mit mir selbst dass ich zum Beispiel immer die bestmögliche Note haben möchte oder... auch nicht vor anderen irgendwie eine schlechtere Note haben möchte.
00:09:02: Weil ich bin quasi so bekannt, dass ich auch gute Noten habe und diesen Status möchte ich quasi nicht verlieren und möchte da immer Stand halten.
00:09:10: Und kann mir nicht erlauben in Anführungszeichen das ich mal eine schlechte Note habe.
00:09:15: Ach krass!
00:09:17: Wie du jetzt gerade gesagt hast, ich hab den Status... Ich stelle mir das vor wie ein Bonungsprogramm.
00:09:21: Du hast dich bis Gold hochgespielt?
00:09:23: Ja Und du hast Sorge davor jetzt Punkte einzubüßen, dass du auf einmal Silber bist.
00:09:28: Ist das so?
00:09:29: Ja kann man schon eigentlich ganz gut zu vergleichen ja.
00:09:32: Okay wann wird es für dich schwierig?
00:09:36: also wenn du dich silber näherst oder wenn du dann wirklich mal im Silber unterwegs bist?
00:09:41: Also ich glaube allein diese Vorstellung ist schon schwierig dieses davor wenn es dann mal ein bisschen Ja, so ist es, dass ich dann nicht zufrieden bin.
00:09:51: Dann merke ich auch okay, es passiert trotzdem nichts Schlimmes an sich.
00:09:56: Aber trotzdem kommen ja dann auch mal von irgendwelchen Schülern Kommentare die nicht ernst gemeint sind aber die dann schon manchmal was mit mir machen, obwohl ich weiß das nicht ernstgemeint ist.
00:10:06: Also ... Ich glaub, wenn ich da bin, dann ist es einerseits merk ich's okay, das passiert nix, andererseits bin ich so, die Person hat recht und muss besser
00:10:15: sein.".
00:10:17: Darf ich fragen, in welche Richtung die Kommentare gehen?
00:10:19: Weil für mich das wichtig ist.
00:10:20: Ich glaube, ich kann mir vorstellen was man so alles sagt aber um auch mal ein Bewusstsein zu schaffen Was schon was bei dir auslöst.
00:10:30: Also entweder wenn die Manchmal ist es halt auch so in der andere richtung wie die Person zwischendurch gesagt ja du hast ja eine eins und dann habe ich doch keine einzeln wenigso.
00:10:38: Ja okay war nicht gut genug so.
00:10:41: Aber einmal war's auch da Die hat das ... Ich find auch, wir verstehen uns gut.
00:10:47: Und sie hat das gar nicht böse gemeint, aber sie meinte halt so ... Ja, aber du hast eigentlich immer eine Eins.
00:10:54: Wieso hast du denn da jetzt nicht?
00:10:54: Oder irgendwie so.
00:10:56: und dann ist es so ich weiß ja jetzt nicht ernst gemeint.
00:10:58: Aber trotzdem ist in dem Moment, wo ich mir denke, ich weiß, aber ich hab gerade versucht damit klarzukommen, dass es auch okay ist.
00:11:06: Dann sagt sie sowas und bin direkt wieder so, sie hat recht, ich hätte doch besser sein müssen.
00:11:12: Das ist ja ein total spannender Punkt bei Kommunikation, weil du sagst, sie wollte damit nicht
00:11:17: mich
00:11:17: irgendwie treffen.
00:11:19: Aber natürlich löst das was bei einem aus, was ich voll verstehen kann, weil die auf einmal wird so eine Erwartung wiedergebracht, die andere scheinbar an dich hatten und die du dann für dich nicht entsprochen hast.
00:11:29: Und das war ja gar nicht ihre Intention.
00:11:31: oder sie wollte vielleicht sogar aufbauen und sagen hey du bist doch
00:11:34: ne super
00:11:34: Schülerin!
00:11:36: Das ist ja spannend in der Kommunikation manchmal, dass es so komplett andere Richtungen einschlägt.
00:11:43: Wo befindest du dich für dich?
00:11:45: gerade bei Selbstoptimierung?
00:11:46: Also wie kannst du damit klarkommen?
00:11:49: oder wie kommst du damit klar?
00:11:51: Ich stelle mir häufig halt diese Frage wo möchte ich halt hin und was ist jetzt mein Ziel, wenn ich mich zum Beispiel Leute angucke, wo ich bedenke, so würde ich irgendwie gerne aussehen dann denke Ich hab halt, also ich hab einmal im Video beinahe eine Person.
00:12:07: Wenn sie jetzt zum Beispiel andere Personen sieht und denkst du ja, ich hätte gerne ihren Körper dann schätzt sich immer vor aber da müsste ich auch ihr ganzes Leben haben.
00:12:15: so weil wenn die so aussehen möchte für Sie brauche ich auch Ihr Leben und das stelle ich mir halt auch eigentlich denn immer so vor.
00:12:20: und denken wir so ... wenn ich wie diese Person sein möchte dann müsste ich ja alles machen was sie macht und bräuchte quasi ihr Leben um so auszusehen.
00:12:28: Und ich möchte ja mein eigenes Leben leben.
00:12:32: Und das hilft mir dann immer, wenn ich mir das Ziel setze oder halt mich daran zurück erinnere.
00:12:36: Dass ich ja für mich lebe und nicht für irgendwelche anderen Menschen... ...und im Endeffekt ist es allen egal wie ich aussehe.. ..oder irgendwie die, die mich wirklich für das mögen was ich bin.
00:12:47: denen ist auch egal ob ich mich verändert habe oder nicht.
00:12:51: Das ist so das was mir eigentlich denn immer hilft.
00:12:53: Boah das ist ein richtig starker Gedanke!
00:12:57: Man müsste ja wirklich alles übernehmen und das will man ja meistens gar nicht, ne?
00:13:01: Also jetzt hast du was angesprochen.
00:13:03: Du hast ein Video gesehen also ist für mich immer ganz spannend weil... Jetzt haben wir schon geklärt ich bin bisschen älter aber als ich so alt war wie du war Social Media in dem Form noch gar nicht so ein Thema d.h.. Ich hatte gar nicht die Möglichkeit mich so krass zu vergleichen.
00:13:20: Ist das für dich eher etwas tool was dir hilft oder was Das Gegenteil, was dir bewirkt.
00:13:25: Also Social Media ist auf jeden Fall beidseitig bei mir.
00:13:29: also ich merke auf jeden fall dass man es gibt zu manche Accounts wo ich so ja eher wenn ich das sehr negativ zugestimmt bin obwohl es vielleicht ein Account ist der eigentlich aufbauen soll.
00:13:40: aber manchmal ruft er sie mir dann trotzdem etwas Negatives hervor Und ich habe auch eine Zeit lang das so eingestellt, dass sobald ich Instagram öffne die App sich automatisch wieder schließt.
00:13:50: Echt?
00:13:50: Kann man das?
00:13:51: Das finde ich aber
00:13:52: spannend!
00:13:52: Ja und das konnte ich einstellen und das hab' ich dann gemacht und dann hat mir das auch geholfen weil ich in mehrere Wochen einfach halt gar nicht auf Instagram durch war und das hat dann auch gehoffend danach gemerkt, okay ich kann es einfach schließen wenn's mir zu viel wird oder halt.
00:14:07: der Punkt dass ich selber entscheiden kann möchte ich diesem Account folgen.
00:14:11: Oder entfolg' ich ihn vielleicht lieber und habe auch ganz vielen Leuten entfolgt die mir irgendwie in irgendeiner Weise ein negatives Gefühl gegeben haben und das hat auf jeden Fall auch schon viel geholfen.
00:14:22: Boah mega starker Prozess also sich damit auseinanderzusetzen weil... Ich glaube, jeder kennt das.
00:14:27: Man ist voll im Rabbit Hole und man geht so durch... ...und dann kommt gar nicht mehr raus wenn auf einmal guckt man sich irgendein Blödsinn an.
00:14:32: Und da bist du ja sehr mit dir in eine Kommunikation gegangen.
00:14:36: Also dich reflektiert irgendwie und dann gefragt okay tut mir das gerade gut oder nicht?
00:14:41: Und ich glaube, dass könnte jeder von uns viel häufiger machen weil jeder glaub' ich so Account hat oder Dinge sieht wo man manchmal denkt Das ist eigentlich gar nicht förderlich für mich.
00:14:52: Jetzt sind natürlich Du bist aktuell in Therapie War der Schritt für dich, was hat dir oder wo denkst du hilft dir das gerade?
00:14:59: Also auf jeden Fall der Austausch über die Dinge die mir schwer fallen und dann vielleicht auch mal wach gerüttelt zu werden dass es gerade irgendwie eigentlich an sich... keinen Sinn macht, was ich gerade mache oder versuche.
00:15:13: Und was mir auch hilft auf jeden Fall ist ... Ich bin nämlich neben der Einzeltherapie auch noch jede zweite Woche in der Gruppentherapie und das sind halt gleich Allträge wie ich.
00:15:22: Der Austausch mit denen, das hilft mir auch immer einfach nochmal zu hören okay?
00:15:27: Ich bin nicht allein um das auch noch mal wirklich aktiv mitzubekommen von den Menschen, denen es eben ähnlich ergeht.
00:15:32: Das ist etwas, was mich auch noch einmal hilft.
00:15:37: dann mit mir bringe auch eine Einzeltherapie.
00:15:39: Wenn ich darüber rede, komme ich häufig selbst schon zu Einsichten die ich durchs Aussprechen und Reflektieren bekomme.
00:15:47: Und das ist auf jeden Fall was, was hilft?
00:15:50: Das finde ich auch richtig spannend.
00:15:52: wenn du sagst, hilft es auch mit anderen zu merken dass ich da nicht alleine bin weil so Selbstoptimierung in so einer Form klingt unglaublich einsam.
00:16:04: Weil da ist ja gar kein Platz für andere.
00:16:07: So stelle ich mir das jedenfalls vor.
00:16:08: Ist das so ein Gefühl, was du teilst?
00:16:11: Ja auf jeden Fall, also ich kenne auf jeden fall dieses Gefühl irgendwie halt allein durch diesen Leistungsdruck dass ich manchmal so denke so Ich könnte jetzt auch mit Freunden zum Beispiel die Zeit verbringen.
00:16:21: aber lernen doch lieber nochmal weil Ich möchte ja die gute Note haben und im Endeffekt ist es halt nicht das, was das Leben lebenswert macht meiner Meinung nach.
00:16:31: Weil ich finde die Zeit mit den Menschen, die man am liebsten um sich herum hat, das ist eigentlich das Wichtigste so.
00:16:37: Und das ist schon, hab' ich für euch bedenke, liegt's an mir irgendwie?
00:16:42: Also ich könnte ja von mir aus eigentlich sagen, okay dann mache ich mehr mit meinen Freunden.
00:16:47: Aber wenn der doch lieber denkt dann doch... Ich verplan dann immer schon direkt und denk so nie an dem Tag habe ich keine Zeit.
00:16:52: Und das ist schon was wo ich merke.
00:16:54: so da könnte ich auf jeden Fall in eine andere Richtung noch mich quasi optimieren aber im vorsichtlichen Sinne.
00:17:01: Es ist jetzt schön dass du sagst weil es für dich gibt's auch noch ein positives Optimierende?
00:17:04: Ja auf jeden fall!
00:17:05: Wo liegt das?
00:17:06: Das ist zum Beispiel irgendwie.
00:17:11: Ich hab mehrere Hobbys zum Beispiel und das fotografieren mache ich sehr gerne.
00:17:16: Wenn ich mich da optimiere, macht es total Spaß, wenn ich neue Sachen entdecke, die ich ausprobieren kann.
00:17:21: Das ist was, wo ich gerne was optimiere.
00:17:24: oder auch beim Reiten
00:17:25: z.B.,
00:17:26: ein Hobby für mir, was ich sehr gern mache.
00:17:28: Und wenn ich da Fortschritte merke, dass es eine Art von Optimierung war, weil ich mich verbessert habe in etwas.
00:17:34: Da gibt's auf jeden Fall positive Dinge an der Selbstoptimierung.
00:17:38: Ist ja auch schön, dass man das nicht heißt.
00:17:41: Selbstoptimierung muss man direkt komplett aufhören und alles abgeben was einem auch etwas ausmacht weil Motivation jetzt auch nicht unbedingt nur was schlechtes ist.
00:17:51: Jetzt arbeitest du schon lange irgendwie auch an dir?
00:17:54: Es ist ja auch häufig Arbeit.
00:17:57: Das klingt dann immer so als wäre es einfach nur ein Weg der immer nur gerade hoch geht.
00:18:03: Jetzt haben wir aber auch schon heute häufiger gehört... ...das ist häufig ein Prozess.
00:18:07: Wie nimmst du den so wahr?
00:18:08: Ist das bei dir ähnlich?
00:18:10: Ja, total.
00:18:10: Also ich würde auf jeden Fall auch ... Ich sag auch häufig so, es ist nie linear eine Heilungsreise quasi.
00:18:18: Es ist irgendwie immer so eher wie so ne Bergwanderung, dass es halt mal steil bergauf geht und dann auch wieder tief runter.
00:18:26: Und es is irgendwie immer total verschieden.
00:18:30: also... Ich würd nicht sagen, auf dem Weg immer zur Besserung ist und immer besser wird.
00:18:38: Andererseits will ich auch sagen, dass ein Rückschritt, also wenn man quasi einen Rücksschritt macht, heißt es nicht direkt, dass einem dann auch schlechter geht und man irgendwie wieder zurückverfallen ist.
00:18:47: Manchmal braucht das für mich auch einen Ruckschritt um dann zu erkennen, dass ... Es etwas viel ... Besseres noch dahinter kommt.
00:18:56: und dadurch, dass ich vielleicht gerade einen Schritt zurückgemacht habe.
00:18:58: Vielleicht quasi wenn man das so metaphorisch sagt... Wenn man ein Schritt zurückmacht dann nochmal ein bisschen weitergucken kann.
00:19:05: Vielleicht dann sieht was kommt da eigentlich alles noch?
00:19:07: Und ja, dass sich dadurch nochmal eine bessere Sicht bekommen und erst recht nochmal nach vorne kommen kann!
00:19:13: Ich bin ganz geflasht.
00:19:14: übrigens wie du von deinen Gefühlen erzählst, von deinem Weg weil du wirkst unglaublich aufgeräumt und es ist so klar, was du erformulierst finde ich Total beeindruckend muss ich mal kurz sagen.
00:19:25: Danke schön!
00:19:26: Wirklich richtig cool, wenn jetzt andere vielleicht an dem Punkt sind die entweder genauso alt sind wie du oder älter oder jünger, die sich vielleicht fragen okay gibt's irgendwas?
00:19:38: Ich bin gerade in dieser Schleife dass ich nicht weiß geht es mir noch gut oder ist das schon zu krass?
00:19:43: Gibt's irgendwas was du denen zurufen würdest oder sagen würdest?
00:19:48: Also... Ich würde auf jeden Fall dieses Reflektieren, dass man sich selbst vielleicht mal fragt.
00:19:54: Was ist überhaupt gerade los?
00:19:55: Weil ich kenne das von mir auch, dass ich momentan einfach so denke ... Also was ist eigentlich los in meinem Leben und was macht mich grade glücklich?
00:20:06: Und wo ich total merke sind da noch viele Baustellen, wo ich dran arbeiten könnte.
00:20:14: Was hilft mir vielleicht auch in dem Moment, dass ich Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringe.
00:20:18: Und auch immer vor Augen habe das Leben irgendwie ... Das klingt jetzt auch wieder so ein bisschen klischeehaft aber es ist ja nun mal so, dass man einmal hier lebt ob man dann die Zeit wirklich damit verbringen möchte, irgendwie die ganze Zeit in seinem Kopf zu sein oder auch mal versuchen möchte.
00:20:37: Die Zeit anders zu nutzen mit der Familie oder Freunden und ich weiß es ist total schwierig ist weil ich das selbst auch kenne Und es gibt auch einfach Tage an denen es halt einfach nicht gut laufen kann.
00:20:48: Das ist halt auch komplett okay und da muss man sich auch nicht viel fertig machen.
00:20:51: aber dass man vielleicht trotzdem probiert aus seiner Komfortzone rauszukommen und einen Schritt zu machen und dass man manchmal dieses negative Gefühl oder dieses Gefühl von Angst, was man hat.
00:21:05: Vielleicht auch einfach mal quasi aushält, um dann etwas Besseres ... Oder was Weiteres, das man vorher gar nicht gedacht hätte, dass man es kann halt dadurch irgendwie sich eröffnen kann?
00:21:17: Weil manchmal ist es halt, dass wenn's ganz schwierig ist, auch manchmal quasi durch muss, um zu merken, dass es auch dadurch sich ganz viel Neues eröffnet.
00:21:28: und Ja, das ist sowas was ich glaube auch dann sagen würde.
00:21:35: Richtig stark!
00:21:36: Auch der Satz mal aus seinem Kopf rauszugehen.
00:21:39: Gab es die Situationen oder so rückblickend in deinem Leben wo du sagen würdest?
00:21:42: Da war ich schon... Also da war ich viel im meinem Kopf.
00:21:47: also so klingt jedenfalls dieser Drang nach Selbstoptimierung dich zurückgehalten hat.
00:21:53: von was sind das Erfahrungen?
00:21:54: Ja auf jeden Fall ... weiß auf jeden Fall, dass so die Zeit ... ... endet seit den Zweiundzwanzig und Anfang Dreiundzwzig.
00:22:03: Und auch Ende Dreiandzwanziges.
00:22:05: da immer ist es immer auch Phasenweise... ... und teilweise auch Tagesabhängig.
00:22:10: wenn ich einfach merke Ich bin gerade nur mal im Kopf und komme da grad nicht raus,... ... also das kenne ich auf jeden fall und ja.
00:22:17: Aber manchmal kannst du dann auch wieder rausgucken und sehen, ach cool!
00:22:21: Das ist aber schön.
00:22:22: Also auch da ist es eine Berg- und Teilfahrt?
00:22:24: Ja
00:22:25: total.
00:22:26: Okay Ich bin ganz geflasht noch von dem, was du alles sagst.
00:22:30: Weil das so kluge Dinge sind... ich frag dich aber jetzt schon eine Frage.
00:22:36: Worauf bist Du rückblickend stolz?
00:22:39: Ja also ich würde doch immer sagen dass wenn ich die Möglichkeit hätte oder wenn ich so quasi mit meinem früheren nicht reden würde Dass ich sagen würde, dass es okay ist, dass vielleicht gerade sehr dunkel ist Aber eben auch diese Möglichkeit gibt da Auswege zu finden und dass es eben so viel schöner ist, die Zeit halt anders zu verbringen als nur mit sich selber im Kopf sind immer negativ zu denken.
00:23:07: Und denken zu müssen das man irgendwie nicht gut genug ist sondern dass es auch Menschen gibt die einen annehmen wie man ist und nicht Dass man sich nicht verändern muss in eine Art wie man denkt man muss sich verändern weil So ist es nicht.
00:23:21: Ja, das ist auf jeden Fall diese Erkenntnis.
00:23:23: Dass ich da gemerkt hab, dass es nicht so ist... ...dass ich mich nicht für irgendjemanden verändern muss,... ...weil ich genau wie ich bin gemocht werde und nicht für das was ich denke, ich sein
00:23:35: muss.".
00:23:35: Boah!
00:23:37: Weißt du warum ich das frage?
00:23:39: Weil ich glaube, dass ganz viele in einem dunklen Zimmer sitzen... ...und dann so denken hey scheißig, pfff, es ist einfach dunkel.
00:23:47: Und alle sagen ey du musst jetzt mal gesund werden.
00:23:50: Du musst jetzt klar kommen.
00:23:51: Und kriegt man den Scheiß auf die Kette.
00:23:54: Also Druck gibt es ja auch in Gesundheit, weil man will ja alle glücklich machen und das geht manchmal nicht, wenn man selbst nicht glücklich ist so glaube ich.
00:24:03: Das was du gesagt hast... Ich glaub da finden sich ganz viele wieder und sagen okay dann ist vielleicht auch gerade mal ok, wenn ich jetzt einfach mal Licht auslasse und dann mache ich das später wieder an.
00:24:12: So klingt's, also ich finde es super stark!
00:24:21: finde ich jetzt schon irgendwie Wahnsinn, weil Mila ja selbst noch sechzehn ist und in Therapie ist.
00:24:25: Und glaube ich noch viel Struggle mit dem ganzen Thema Selbstoptimierung hat.
00:24:29: aber ich find sie spricht schon super reflektiert darüber.
00:24:32: Manchmal hab' ich vergessen dass sie noch voll in der Pubertät steckt eigentlich also altersmäßig.
00:24:38: Aber gerade so für Selbstoptimmierungen, weil man ja auch viele Zweifel hat, viel Struggles das ist schon die Zeit, die dann würde ich jetzt sagen aus meiner Warte raus wo man besonders anfällig für so was wie ein Muss ist, oder?
00:24:52: Ja total.
00:24:53: Also die Jugendzeit ist ja generell eine Zeit in der man sich auch viel verändern muss um das Wort mal aufzugreifen weil jetzt endlich vor der Pubertät so mit elf zwölf wenn man noch überlegt wie man damals war da bist du ja nicht alleine lebensfähig.
00:25:07: aber am Ende von der pubertät mit achtzehn bist du eigentlich in einem Alter wo von dir gesellschaftlich erwartet wird, dass du ausziehst.
00:25:16: Dass du auf eigenen Beinen stehst.
00:25:17: Das heißt, du musst dich ja in der Zeit auch viel verändern und wachsen.
00:25:22: Also das ist ja die positive Seite der Selbstoptimierung.
00:25:26: Du musst ja auch manche Sachen verändern lernen Verantwortung übernehmen Und da hilft natürlich die Optimierung der Vergleich mit anderen als Motivation.
00:25:36: Deswegen ist es eine Phase wo das viel passiert und Phasen, wo etwas viel passiert sind natürlich auch mal Risikophasen für Kipppunkte.
00:25:44: Und der andere Punkt, der die Jugendzeit so ausmacht – ich glaube das können wir uns alle noch gut erinnern – ist dass man sich von den Eltern ablöst und sich mehr an Gleichaltrigen orientiert.
00:25:57: Wenn ich mich an gleichaltrige Orientiere oder Gleichalträge ja auch wichtiger werde als erwachsener Mensch, dann sind vielleicht nicht mehr die Eltern der wichtigste Ansprechpartner sondern Freunde, Freundinnen, Partner, Partnerin.
00:26:08: dann möchte ich den ja auch gefallen.
00:26:10: Ich möchte eine Gruppe finden von Leuten, die für mich wichtig werden und wenn ich anderen Leute gefallen oder in eine Grupe reinpassen möchte, muss ich mich mit denen vergleichen und so merken wie sind sie eigentlich?
00:26:24: Was mögen die?
00:26:25: Und muss aber meine eigene Rolle finden, meine eigene Identität als Mensch der sich vielleicht ein bisschen mehr ablöst von der Identität der Eltern.
00:26:33: Dadurch verändert sich ganz viel im Selbstbild Indem, wie man vielleicht in der Gruppe ist.
00:26:38: In dem was man cool findet, was man an anderen spannend findet und wie man eben auch in Gruppen passt.
00:26:43: Dadurch dass man sich selber so verändert und das man sich an anderen misst und vergleicht wächst man.
00:26:49: aber es hat natürlich auch immer... Diese Facette von Kontrollverlust, von Identität ist ja auch wieder da.
00:26:56: Die Frage was ist eigentlich die perfekte Identität?
00:26:59: Von so einem Loss sein und nicht genau wissen wohin...
00:27:02: Ja du springst in eine Gruppe rein und hast dann auch Erwartungen, die an dich geknüpft werden.
00:27:07: Auf einmal hast du eine Rolle, die du erfüllen solltest und wenn du da auf einmal ausbrichst, fragen sie alle, wieso bricht dieser Mensch da geradeaus?
00:27:15: Wo sind denn dann die Punkte wo du sagen kannst das ist noch ne gesunde Entwicklung?
00:27:19: also Wo ist denn die Grenze von, ich wachse und ich wuchs mich gerade kaputt.
00:27:26: Also gehe über diesen Punkt
00:27:27: hinaus.".
00:27:28: Genau!
00:27:28: Und da glaube ich es ist ganz, ganz wichtig wie das auch Mila benannt hat immer mal wieder stehen zu bleiben.
00:27:35: Sie hat ja gesagt mal zu reflektieren, sich reinzuhören, das fand ich ganz stark.
00:27:40: Wann?
00:27:40: Das finde ich sehr klar benannt.
00:27:44: Geht es mir denn wirklich besser?
00:27:45: oder wann bringt mir die Sache, die ich mache um mich zu optimieren was?
00:27:48: Sagen wir ich versuche jetzt fitter zu werden.
00:27:51: Wann habe ich wirklich nach dem Sport und dann nach der Bewegung oder auch bei dem Sport den Ich mache das Gefühl Das ist für mich gerade so ein geiler Ausgleich zu diesem Schulstress.
00:28:00: Und dann hab' ich das Gefühl Boah ich find's nur ätzend Aber ich mach dass weil ich diesen Körper haben will und dann hab' ich aber vielleicht diesen Körper, und bin immer noch nicht zufrieden.
00:28:08: Also immer wenn ich so merke eigentlich steigt meine Lebensqualität gar nicht.
00:28:13: Eigentlich ist mein Leben gar nicht schöner Sondern ich bin eigentlich immer nur noch weiter unzufrieden oder Ich habe da gar keinen Spaß dran Dann ist es nicht gesund.
00:28:22: Oder wenn ich Sachen auch nicht mehr lassen kann.
00:28:24: Und der andere Punkt ist Wenn das nicht mit mir selbst also wenn ich mich nicht mit Mir selbst wachse sondern gegen mich als wenn ich immer denke Naja, ich hab jetzt vielleicht gelernt und dann habe ich eine schlechte Note.
00:28:36: Und da denke ich, ich bin dumm!
00:28:37: Und ich war ein kack Tag... ...und ich hab an dem Tag vielleicht nicht so mein Bestes abrufen können.
00:28:43: Also wenn ich mich dann eher fertig mache als an Fehlern oder Problemen zu wachsen?
00:28:49: Ist ja jetzt irgendwie ganz spannend weil jetzt Mila wirklich noch in den Prozess ist das zu lernen und deswegen damit auch noch viel struggled.
00:28:57: Jetzt werden wir auf Stella gucken die ja schon sozusagen ein bisschen der Therapie entwachsen ist.
00:29:04: Die ist auch ein paar Jahre älter, die ist ein zwanzig.
00:29:06: Die kann glaube ich noch mal ganz anders genau auf diesen Konflikt zurückblicken weil im Moment, ich glaub das was Mila auch gesagt hat es ja wirklich dass das häufig einsam macht, dass man alleine ist und dass man vielleicht nicht immer weiß wie man da rauskommt.
00:29:17: deswegen jetzt mal besonders spannend zu hören wie's so Stella geht nach Jahren die sie damit schon so dielt und ich glaube auch schon so einen Weg ein bisschen mehr in die Zukunft gemacht hat.
00:29:31: Ja heißt Ella schön dass du da bist.
00:29:33: Hallo Du kennst ja unseren Podcast, was ja irgendwie total cool ist.
00:29:37: Du hast glaube ich jede Folge gehört?
00:29:38: Ja tatsächlich!
00:29:39: Also mich kannte ihn lange nicht und dann durch Insta-Halt habe ich ihn gesehen und dachte, ah cool das liegt gar nicht.
00:29:46: Und dann hab' ich da mal reingehört und ich fand's halt super spannend interessant und einfach.
00:29:49: die Idee dahinter fand ich sehr schön einfach.
00:29:53: Mega cool dass du da bist.
00:29:56: Selbstoptimierung fühlt sich für mich an wie...
00:30:00: Für mich fühlt sich das einfach wie dieser ständige Versuch, in allen Lebensbereichen perfekt zu sein.
00:30:05: Ob's im Aussehen ist, in der Schule ... beim Essen überall.
00:30:10: also halt auch immer disziplinierter schneller schlauer weiter und halt irgendwie so ein Streben nach einer Perfektion die du in gewisser Weise aber eigentlich nie erreichen kannst weil Selbstoptimierung es gibt.
00:30:23: Das ist halt super individuell für mich Und Du kommst nie.
00:30:26: Also meiner Meinung nach ... nie an diesem Punkt, dass es perfekt ist.
00:30:30: Und deswegen ist das so für mich ein Streben nach... ... auch irgendeiner Unendlichkeit und mit dieser Selbstoptimierung einen Loch füllen.
00:30:38: Ja was so indie ist irgendwie und ja.
00:30:42: Würde ich alles genauso unterschreiben?
00:30:44: Ich kenne, ich glaube hier jedes Gefühl.
00:30:46: Ist das für dich tendenziell wenn du das so auf dem Barometer sehen würdest?
00:30:50: ne?
00:30:50: Selbstoptimerung.
00:30:51: Schwankt das eher in Richtung positiv oder negativ?
00:30:54: Also für mich tatsächlich aus meiner Erfahrung ins Negative.
00:30:57: Das ist halt auch so.
00:30:58: das, was ich erfahren habe... Ich war ... Als ich klein war natürlich, ich hab das gemerkt, ich wollte immer besser werden und irgendwie auch in der Schule, da waren Ansporn einfach.
00:31:09: aber umso mehr ich mich drauf fokussiert hab, besser zu werden Umso mehr hatte ich das Gefühl, ich werde schlechter und ich muss noch besser werden.
00:31:18: Und ja umso meer ich versucht habe das zu erreichen, ich hatte das Gefühl Er entfernt mich immer, immer weiter von dem eigentlich was ich haben möchte.
00:31:27: und so ist das ein Kreislauf also eine Spirale für mich gewesen.
00:31:31: Dass ich mich in dieser Selbstoptimierung einfach so gefangen gefühlt habe die sich aber dann immer weiter nach unten gedreht hat und dann ist aus dieser Selbst Optimierung halt irgendwann einfach eher genau das Gegenteil geworden.
00:31:43: Es ist ganz spannend weil wir hatten ja vorher im Vorgespräch auch schon mit Laura Und wir haben uns natürlich über das Thema unterhalten.
00:31:51: und in meiner Welt selbstoptimierungen war in erster Linie auch etwas, was ich durchaus positiv empfunden habe.
00:31:57: Wo ich gesagt hab ja das ist manchmal für mich... Das hilft mir meinen Schweinehund zu überwinden weil man dann irgendwie auf gewisse Dinge achtet oder sagt ja gut ich setze mir da meine Ziele und als wir uns länger unterhalten haben kam ich das erste mal drauf oh ich sehe auch die Gefahr da drin.
00:32:13: Woher kam bei dir der Druck?
00:32:15: Du hast gesagt so du als Kind hast du schon empfundene ich wollte da immer besser werden
00:32:19: Ja also Ging es erst mal primär, glaube ich.
00:32:23: Viel umgesehen werden tatsächlich.
00:32:25: Also ... Ich hab da schon im Kindergarten gemerkt.
00:32:27: Ich war immer so.
00:32:28: auch so bin ... weiß ich nicht.
00:32:30: Praktikanten waren ältere Leute oder so?
00:32:32: Ich weiß nicht was das war aber ich wollte immer diese Anerkennung von anderen Leuten, primär von Leuten die älter sind irgendwie und dieses ... weil ich dachte sie haben viel Erfahrung und wenn die jetzt sagen du machst das gut oder du bist gut oder so hat mir soviel gegeben Dann dieser Lob auch dann in der Schule, wenn man mal gute Noten geschrieben hat.
00:32:53: Das war nicht so dass ich am Anfang perfekt in allen Bereichen war absolut nicht.
00:32:57: also was ist schon perfekt so?
00:33:00: aber Ich hatte nicht diese noten die jetzt habe oder die haben wollte.
00:33:06: und dann Wenn man mal so eine note hatte zum beispiel Dann diese anerkennung von der lehrerin von den eltern zu bekommen.
00:33:13: das war wie futter für diese perfektion Die dich dann immer weiter angetrieben hat also Genau.
00:33:19: Und so hat sich das dann immer weiter hochgespielt, einfach dass es dann anfing in der Grundschule mal ein paar gute Noten geschrieben.
00:33:26: und auch so in der Kindheit finde ich man ist einfach so frei und fühlt sich so frei.
00:33:31: Wenn du dann aber anfängst diesen Fokus darauf zu legen, weil ich möchte mich weiter steigern.
00:33:37: Ich möchte besser werden, schlauer werden, schöner aussehen vielleicht auch und so.
00:33:42: Damit fängt auch Fahrgleicher an ... wird halt einfach dann immer, immer extremer.
00:33:47: Und so hat sich das halt so ein bisschen aufgebaut mit
00:33:50: Lob
00:33:51: von außen,... ... dass anfangs ja auch total gut ist und dich halt ja auch pusht... ...einfach Dinge zu machen und voranzukommen.
00:33:58: Aber irgendwann wenn du halt nicht diesen Cut setzen kannst,... ...dann hat es mich halt so eher ins Negative
00:34:04: getrieben.".
00:34:06: Ich glaube das Gefühl kennen auch ganz viele weil Lob ist ja was... Das ist ja wie so Zucker, ne?
00:34:14: Also da gibt dir ja so ein Schub und Energie.
00:34:16: Und natürlich will man das auch mal gerne wiederkriegen.
00:34:21: also das kann ich schon verstehen.
00:34:23: in der Grundschule glaube ich du hast so da angefangen dass du das, dass dir das gefallen hat, dass du gemerkt hast okay dann kann ich für arbeiten.
00:34:30: wann wird das für dich?
00:34:31: wir zu einem Punkt wo du gemerkt hast aus diesem Lob entsteht nicht nur diese positive Bestätigung sondern der Druck das weiterzukriegen.
00:34:39: Ich glaub tatsächlich dann einfach weiter für eine Schule.
00:34:41: Einfach auch, weil's im Außen mehr wurde irgendwie... Also umso älter du wurdest, kam halt Social Media dazu andere Vergleiche.
00:34:51: Dann irgendwie alle fingen an sich zu vergleichen und wollten immer besser werden.
00:34:54: Und ich war so ne Person.
00:34:57: Das ist halt dieses ... Ich hab halt versucht mit dieser Selbstoptimierung irgendwie oder diese Anerkennung einen Loch in mir zu füllen dass ich mir selbst nicht geben konnte.
00:35:07: Ich konnte mich selbst nicht sagen, du machst das gut und das ist gut so wie du bist.
00:35:11: Und ich konnte mir selber keine Anerkennung geben.
00:35:14: Dadurch habe ich das im Außen gesucht.
00:35:16: Dass es dann auch umso mehr ich denken konnte sag' ich mal... ...und auch um so tiefer ich denken könnte, umso extremer wurde das eigentlich auch.
00:35:27: Dann hat man das richtig bei mir gemerkt ab sechste Klasse Ja, wie extrem das wurde dann.
00:35:32: Und das hat sich echt, wieso die Treppe immer gesteigert?
00:35:35: Mit siebten Klasse wurde es immer wieder ein bisschen ... Ach du wurdest ein bisschen mehr und dann ganz extrem war dann so neunte Klasse, wo's dann auch angefangen hat dass ja alle irgendwie auf der Suche nach sich selbst waren.
00:35:47: Dann ging's halt los, viele haben Alkohol getrunken und so.
00:35:50: Das hat aber nicht zum Beispiel in mein optimales Bild gepasst.
00:35:53: also ich wollte nicht trinken!
00:35:55: Ich wollte die sein, die gute Noten hat, sportlich ist Ja, in allen Bereichen irgendwie Perfekt ist und Alkohol hat für mich nicht reingepasst.
00:36:02: Aber dann hast du halt auch nicht mehr dazugehört ... Und dann war's wieder so ja okay irgendwie ... Nimmt die diese Selbstoptimierung grad super viel oder dieser Wunsch optimal zu sein?
00:36:13: Weil ich weiß nicht, es war irgendwie sehr kompliziert das so in Worte zu fassen!
00:36:19: Das ist auf die komplizierte Zeit überhaupt, ich glaub da findet jeder so... Du hast grade so viele Punkte angesprochen Da kriege ich schon Knoten im Hirn.
00:36:29: Weil es einfach so kompliziert ist, wenn man sich da reinversetzt gerade in der Zeit.
00:36:33: So weiter für eine Schule die Pubertät kommt.
00:36:35: Da passiert ja auch selbst viel mit einem und das sowieso aus der Suche.
00:36:38: Und grad so ein Punkt wie Social Media.
00:36:40: Ich glaube es gibt keinen größeren Vergleich.
00:36:43: Jetzt bin natürlich wieder der alte Mann aber wir hatten diesen Vergleich damals nicht.
00:36:47: Du hast dich auf der Schule verglichen?
00:36:48: Das war's!
00:36:50: Du hast Dich mit der ganzen Welt vergleichen.
00:36:53: Also das ist natürlich schon was ganz anderes.
00:36:56: Jetzt kann man generell sagen, dass du gesagt hast ja gut ich muss nicht trinken.
00:36:59: Das ist jetzt erstmal da steht dir die... Da bin ich ja natürlich so, dass ich sage das vielleicht auch nicht schlecht, dass ein Selbstoptimierungen
00:37:06: im Weg steht
00:37:07: aber Sozial bremst dann das natürlich aus, das versteh' ich schon weil es ist ja nicht nur das Nicht Trinken sondern meistens man is keine Ahnung selbst ohne trinken Man trifft sich und man ist lange wach dafür ist man hier am Nächsten in der Schule halt nicht am Start.
00:37:21: okay das kann ich irgendwie nachfürzen.
00:37:24: Es war halt auch so ein bisschen das Problem, dass ich dadurch ja mich nicht mehr zugehörig gefühlt habe.
00:37:30: Und dieses Loch mit der ich zum Beispiel... also dieses Loch was ich mit dieser Selbstoptimierung und mit der Perfektion füllen wollte, also mit dieser Anerkennung und Lob von außen wurde dadurch irgendwie noch größer weil ich das Gefühl hatte Ich gehöre nicht mehr dazu, ich bin irgendwie falsch.
00:37:47: Das heißt, ich muss noch mehr tun um von außen Anerkennung zu kriegen.
00:37:51: Um mich noch optimaler zu machen weil irgendwie war das was wo ich dachte dass es optimal war dann nicht mehr optimal.
00:37:58: und das ist auch so ein bisschen was mich heute immer noch überfordert ja irgendwo auch ein Luxusproblem vielleicht aber dieses diese Freiheit alle Möglichkeiten der Welt zu haben, egal in welchem Bereich zum Beispiel in der Schule wie du lernst.
00:38:11: Wie du dich kleidest was du für Sportarten machst.
00:38:13: Wie Du dein Zimmer gestaltest.
00:38:15: das ist das was mich und meine Psyche glaube ich so überfordert weil immer wenn ich eine Sache für mich fest hatte so boah dass es das perfekte.
00:38:24: zwei Tage später dachte ich ja shit das ist überhaupt nicht mehr gut hier ich muss irgendwas anders machen und ich konnte nie dieses Ja, an so einem Punkt, wo ich zufrieden mit dem war was ich mache.
00:38:37: Was sich anhabe wie ich aussehe bis ich dann halt irgendwann verstanden habe du suchst etwas im Außen was du erst mal im Inneren finden musst.
00:38:45: du sagen also dieses wenn du mit dir nicht im Rhein bist und keine Ahnung wenn es dir nicht gut geht innerlich eigentlich Dann kannst du So viel im Außensuchen und so viele Dinge tun Wo du denkst okay das ist jetzt perfekt und ich kriege diese Anerkennung.
00:39:03: Wenn du aber mit dir nicht im Reihen bist, also wirklich innerlich dann funktioniert das nie.
00:39:07: Dann wirst du nie an den Punkt kommen wo du sagst boah ja ich fühle mich gut so wie ich bin und ich mag die Dinge die ich tue weil dafür musst du halt erstmal diese innere Arbeit leisten.
00:39:20: meiner Meinung nach und das ist aber ein Riesenprozess und gerade wenn man noch zu jung ist dann ja ist man sich dem leider auch nicht so bewusst.
00:39:28: einfach
00:39:30: Ich glaube du sprichst grad ganz viele dinge an ... wo viele sich total wiederfinden.
00:39:34: Und ich muss das gerade für mich mal im Kopf auch ein bisschen entwirren, nicht weil es verwirrend war, sondern weil einfach... Das ist ein Gefühl was glaube ich... Ich würde mich festlegen so gut wie jeder und jeder kennt,... ...dass man nicht genau weiß wann ist gut?
00:39:47: Gut genug!
00:39:47: Ja
00:39:48: voll!
00:39:48: Würde ich sagen, ne?
00:39:49: Das ist ja so einen Punkt,... ...das man sagen kann.
00:39:51: damit bin ich jetzt mal zufrieden.
00:39:52: Wann ist das
00:39:53: ausreichend?!
00:39:54: Also wann bin ich an meinem Optimum, was ich gerade erreichen kann... ...und weiß ganz genau das war das Beste was ich gemacht habe.
00:40:00: Ich glaub dass sind Punkte.... ... so ein bisschen auf Messer schneide, weil man... Ja für sich aus darin muss.
00:40:06: Ich habe mein Potenzial gerade voll ausgeschöpft.
00:40:08: Voll!
00:40:09: Wie war das?
00:40:11: Weil bei dir ist das ja irgendwann scheinbar umgeschwungen bei dir,... ... dass du gar kein Gefühl mehr davon hattest.
00:40:20: Das ist nie genug und nie gut genug.
00:40:23: Boah
00:40:23: schwierig, das war einfach, es war so'n... ... unterschwelliger Prozess einfach ich finde das schwierig zu sagen Es gab genau diesen Zeitpunkt, weil das hat sich einfach... super mit der Zeit halt ja so entwickelt irgendwie.
00:40:36: Also es gab nicht diesen Klickmoment, jetzt ist das passiert... Das Problem ist halt einfach an diesem.
00:40:43: wenn du so nach dieser Selbstoptimierung oder nach dem Optimalbild und nach dieser ganzen Perfektion strebst dass du dich eigentlich immer weiter von ihr entfernst weil dann fing's halt an mit früher.
00:40:55: ich war zufrieden wenn ich eine Drei geschrieben habe.
00:40:57: Das war in der Grundschule Ich hab mich gefreut.
00:41:00: Dann fängst an, ne?
00:41:01: Schreib so mal eine zwei.
00:41:02: Okay ... Scheiß!
00:41:03: Und du steigerst dich umso besser du wirst und höher wiederbauch dein Anspruch aber irgendwann kannst du halt auch gar nicht mehr.
00:41:11: oder du bist an so einem extremen Anspruch wo du wenn du das erreichen möchtest was du wirklich willst dich komplett zerstörst eigentlich nur noch und halt einfach nie zufrieden bist weil das was du tust ist irgendwie nie gut genug den Blick für die Realität komplett verliert.
00:41:32: Also, ja, für mich war halt so ein Punkt einfach auch wo ich das ganz extrem gemerkt habe okay hier läuft jetzt komplett was falsch eigentlich der Moment beim Abi weil ich hatte ein gutes Abi auf jeden Fall aber ich bin da nicht ausgezeichnet worden auf der Bühne also ich wurde nicht aufgerufen als die beste des Jahrgangs so weil es halt einige die noch besser waren.
00:41:52: Und nach dieser Zeugnisvergabe, also jeder hätte sich gefreut und gesagt voll gut.
00:41:56: Und alle haben ihr gratuliert.
00:41:58: Das was ich gemacht habe, ich hatte den Nerven zu so einem Hoch bis zum Gehen nicht mehr.
00:42:02: Ich hab geweint.
00:42:03: Nach der Zeugnungsvergabung für mich war der ganze Tag gefühlt im Arsch weil ich nicht das erreicht habe, was mein Kopf gesagt hat.
00:42:10: Und dass ist dieses ... Was ich damit einfach nur noch mal ansprechen möchte oder noch mal da zeigen möchte, Wenn du halt so einen hohen Anspruch an dich hast, ist es sowieso nie genug.
00:42:21: Also du kannst dich nie zufrieden stellen weil das Optimale gibt's in deinem Kopf irgendwie auch gar nicht mehr.
00:42:26: also Dann hast du das vielleicht was wo du vor zwei Jahren noch gesagt hast boah das ist super Das will ich erreichen.
00:42:32: und in der Situation denkst du dann ja ist das scheiße also deinen kopf mach dich halt dauerfertig irgendwie.
00:42:36: Und dass es halt Ja einfach so ein prozess irgendwie gewesen der sich halt entwickelt hat
00:42:43: Dein Prozess ging ja irgendwie noch weiter.
00:42:44: Du hast ja auch lange gearbeitet dafür, dass es dir heute besser geht.
00:42:50: Wir haben vorher gesprochen die geht's auf jeden Fall, du sagst die gehts heute besser und was hat dir geholfen?
00:42:57: Also wie war der Weg?
00:42:59: Ich glaube erstmal also wie gesagt so wenn ich jetzt zurückblicke auf meine Kindheit allgemein... ich hatte eine super Kindheit, ich war super zufrieden.
00:43:08: aber Wenn ich jetzt darauf zurückgucke, es war irgendwie immer dieses ... das meine ich halt mit diesem Loch.
00:43:13: Ich hab mich nicht dazu gehörig gefühlt.
00:43:16: Immer irgendwie... Nicht zufrieden mit mir gewesen so auch wenn ich glücklich war und so aber irgendwas war was sich einfach nicht richtig angefühlt hat.
00:43:24: Und ich glaube dass habe ich halt gesucht in diesen optimalen und In dieser Perfektion nach der ich gestrebt habe und dann ja Hat mich halt diese Perfktion im entweck dann noch krank gemacht.
00:43:36: also ich habe ja dann auch eine Erstörung entwickelt gehabt Und da hat es dann angefangen, dass ich Intensivtherapie gemacht hab und viel aufgearbeitet habe.
00:43:45: Und viel auch so ein bisschen danach geguckt wurde ... Was möchtest du damit?
00:43:52: Weiß ich nicht ausgleichen oder warum ist das so gekommen wie's gekommen ist?
00:43:56: Das hat mir tatsächlich geholfen einfach mit anderen Menschen wirklich zu sprechen und vielleicht mal von anderen zu hören, dass du nicht alleine damit bist.
00:44:06: Und das Wichtigste ist einfach... was ich sagen kann, ist so dieses ... mit sich selbst auseinandersetzen.
00:44:13: Weil wenn du über dich so viel lernst und wenn du weißt, warum Dinge passieren wie sie passieren oder was du damit kompensieren möchtest, was du ausleben möchtes oder so, dann hilft dir das einfach, viel besser zu verstehen, warum es da ist und auch damit umzugehen.
00:44:29: Und ähm... Ich bin jetzt ja ungefähr seit sechs Jahren in Therapie und ... hat halt super, super viele Gespräche auch einfach geguckt, was ist ihm jetzt?
00:44:39: Was war in der Vergangenheit?
00:44:40: Wo möchte ich
00:44:41: hin?".
00:44:41: Und ich glaube einfach dieses Komplett einmal drüber reden von vorne bis hinten sozusagen.
00:44:46: Das ist das, was mir geholfen hat und auch sich selber einzugestehen okay.
00:44:51: Das...was ich mir vorstelle zu erreichen, das werde ich irgendwie vielleicht gar nicht erreichen und dass diese Perfekte nachdem ich gestreht habe, dass das eigentlich schon die ganze Zeit in mir war weil das was jetzt gerade ist, das ist perfekt Für mich ist das, was ich mir jetzt immer sage.
00:45:08: Das klingt so als wäre ich fertig damit und bin super ... Also hab das gar nicht mehr, das stimmt absolut nicht!
00:45:15: Wie gesagt, ich habe es eben auch schon gesagt im Studium habe ich das einfach noch mal ganz extrem gemerkt dass man halt sofort anfängt, wenn man einmal so Strukturen hat, dass man ganz extrem nach dieser Perfektion strebt.
00:45:30: Du kannst halt immer dich dann vergleichen und immer denken, das ist nicht gut genug.
00:45:34: Aber das sind die Momente, wenn du gelernt hast, warum es da ist oder so zu sagen okay jetzt fahren wir in den Rundscheißes alles gut und so wie's ist, ist es schon gut.
00:45:43: Und morgen wirds vielleicht besser, dann wieder schlechter.
00:45:45: So wie du bist, bist du gut genug!
00:45:47: Das hilft mir wirklich, sich das immer zu sagen.
00:45:50: Das ist auch ein Prozess.
00:45:51: Ich hab's lange nicht geglaubt, mir zu sagen, wo du bist bis du gut genug.
00:45:55: Was du machst, das is optimal.
00:45:58: Aber irgendwann muss man ... Also, schafft man das einfach zu glauben?
00:46:02: Weil du musst Dinge tatsächlich aussprechen.
00:46:06: Und dir viel drüber nachdenken auch wenn du selber nicht glaubst weil irgendwann kommt der Switch dass du es glaubst und irgendwo muss man halt anfangen.
00:46:14: deswegen ja.
00:46:15: So wie du es am Anfang geschildert hast klingt das so wie man steht von einer großen Mauer oder in einem Raum der zu ist ohne Tür... ...und man rennt die ganze Zeit an.
00:46:24: Das klingt sehr anstrengend.
00:46:25: Voll!
00:46:25: Ja.
00:46:27: Man findet ja.
00:46:28: also wenn ich mich so reinversetze in dich Dann klingt das so, wie ich wüsste gar nicht wo der Ausweg ist.
00:46:35: Und was du jetzt gerade aufgemacht hast, du hast schon gezeigt aber es gab in dem Raum Türen die musste sich nur finden.
00:46:40: So klingt's ein bisschen...in den Bild oder?
00:46:43: Absolut.
00:46:43: also ich finde tatsächlich dass man was du so beschreibst das war auch glaube ich das was mich am Anfang so überfordert hat Das ist so viele Tünen gab Also dieses Okay Ich habe so viele Möglichkeiten und ich kann diese Tür nehmen.
00:46:58: Ja, aber wenn ich durch die Tür gehe, dann denke ich, warum habe ich jetzt nicht die Tür genommen?
00:47:01: Und würde ich durch diese Tür gehen?
00:47:02: und dann sage ich, ja shit.
00:47:04: Wie blöd bist du!
00:47:05: Warum bist du nicht durch die Türe gegangen?
00:47:07: Das ist dieses glaube ich was man mich so überfordert hat weil auch es gibt auch jetzt durch Social Media und wie gesagt das gibt so viele Menschen die super individuell sind und wenn du so auf der Suche nach dir selber bist kannst du dich halt extrem schnell darin verlieren Eher auch gar nicht mehr wissen, was will ich eigentlich?
00:47:24: Und dann hast du vielleicht eine Sache gemacht und bist durch diese Tür gegangen.
00:47:29: Dann siehst du andere die machen das und gehen durch die Tür.
00:47:31: Dann wird alles sofort in deinem Kopf wieder umgeschmissen.
00:47:33: Du denkst es ist nicht gut so wie's ist.
00:47:36: Deswegen aber irgendwann weißt du ... Das ist die Tür, die für mich bestimmt ist!
00:47:42: Auch die anderen Türen dürfen da sein... Wenn ich durch die gegangen wäre, wär's ein anderer Weg gewesen.
00:47:47: Ja!
00:47:48: Aber ich bin durch diese Tür gegangen und das muss ich akzeptieren.
00:47:50: Und das ist gut so weil es egal was gewesen wäre wenn nicht durch die anderen Türen gegangen wäre.
00:47:56: Ich bin jetzt hier durchgegangen und jetzt machen wir das Beste dadurch.
00:47:58: Das hilft mir einfach zu sagen dass es gut so wie es ist.
00:48:03: Konntest du damals entspannen?
00:48:06: Nee
00:48:07: Nee!
00:48:07: Also,
00:48:09: ich muss tatsächlich sagen es ist heute auch noch sehr schwierig.
00:48:12: Das wird
00:48:12: meine nächste Frage lesen, ob du heute
00:48:14: entspannen kannst?
00:48:15: Nein also das ist halt dieses was mir zum Beispiel auch sehr schwer fällt Pause zu machen.
00:48:21: Also selbst tatsächlich Lesen ist für mich etwas.
00:48:26: wenn ich auf der Kausch sitze und einfach lese denke ich Boah bist du faul Du könntest jetzt auch aufräumen, du könntest nicht lernen oder andere Sachen machen.
00:48:37: Dein Kopf ist unter Dauerstress und das ist halt auch was mich im Endeffekt dann krank gemacht hat sozusagen weil du einfach nicht abschalten kannst.
00:48:47: Es war tatsächlich so extrem bei mir gewesen dass ich morgens aufgewacht bin das erste woran ich gedacht habe meine ganzen Sachen die ich mache möchte.
00:48:54: Was schlechtes was ich besser machen muss also... Auch im Schlaf, du kannst nicht abschalten und du bist so innerlich gestresst die ganze Zeit.
00:49:03: Und ja das ist halt einfach super, super schwierig da abzuschalten.
00:49:07: Das muss ich auch ehrlich sagen dass das heute immer noch schwierig ist und ich auch da noch am überlegen bin wie ich das hinkriege einfach mal zu sitzen und zu sagen... Jetzt guck einfach mal gegen die Wand und mach einfach mal nichts,
00:49:18: weil das ist einfach gut.
00:49:18: Vielleicht muss ich Kurse geben in professionieren, da kann ich nicht richtig... Das kann ich nämlich ziemlich gut!
00:49:25: Also gibt es dann, fällt dir spontan irgendwas ein wo du sagst also da entspanne ich mich aber da kann Ich am ehesten so bringe ich mich runter?
00:49:33: Also mir hilft es tatsächlich mich mit Leuten zu treffen einfach weil den Gedanken gar keinen Raum geben kann.
00:49:41: Und du halt in der Interaktion bist und das ist halt auch super, super wichtig finde ich ... In diesem Prozess auch klar irgendwo musst du den alleine gehen damit du an dein Ziel kommst und doch irgendwie näher zu dir selber kommst dann halt auch im Reihen mit dir bist sag' ich mal.
00:49:59: aber sich andere Menschen dazuholen und einfach zu reden und auch zu hören ja anderen bist vielleicht auch oder sich ablenken oder so, das hilft mir tatsächlich einfach extrem.
00:50:12: Oder ja rausgehen auch irgendwie ein bisschen in die Natur gehen und einfach auch so mal dass gerade so sein zu lassen wie es ist und das Leben so zu nehmen wie's ist und auch zu gucken... Ich finde wenn man so in diesem Perfektionismus lebt oder diesen optimalen Bild danach strebt dann verliert man halt so den Realitätsblick.
00:50:35: Manchmal gehe ich so raus und denke, wie schön ist die Welt eigentlich.
00:50:37: Aber du lebst in deiner eigenen Welt, die dich manchmal komplett runterzieht einfach ... Und du siehst nur noch das Negative, dass es schlecht, das muss besser gemacht werden.
00:50:47: Mir hilft das dann, manchmal einfach rauszugehen und zu sagen, guck dir diesen Baum an!
00:50:51: Wie schön einfach.
00:50:52: So halt ein bisschen versuchen, einfach mal alles sein zu lassen auch wenn's nur... Das hab' ich auch gesagt Weil ich denke dann auch immer so schnell in diesen Extremwänden, da muss sich jetzt mal hier so einen ganzen Tagpause machen.
00:51:05: Nein!
00:51:06: Es ist auch okay wenn man einfach mal zwischen Aufgaben oder zwischen weiß ich nicht Sachen die man hat einfach mal zehn Minuten für sich bewusst durchatmet und rausgeht oder so... das kann so viel verändern.
00:51:19: schon einfach und ja einfach ein bisschen runterzukommen.
00:51:23: Wusstest du dass Hollin da sogar nen Wort dafür haben?
00:51:26: Für auf dem Sofa liegen und nichts tun?
00:51:28: Nixen Echt?
00:51:29: Ja, wirklich.
00:51:30: Find ich total geil, dass du an Bord dafür
00:51:32: gibst.
00:51:32: Ich kenn mich nicht!
00:51:34: Wenn du jetzt mit jemandem sprechen könntest... ...der oder die in der Situation war wie du vielleicht vor ein paar Jahren,... ...dass man diesem Raum ist und gar nicht weiß in welche Tür man gehen soll und so lost es.
00:51:47: Hättest du einen Tipp?
00:51:49: Ich würde einfach sagen vertraue den Prozess tatsächlich.
00:51:52: also das ist so wirklich mein Spruch weil wenn ich jetzt zurückgucke auch dieses ganze Ja, diesen ganzen Weg den ich gegangen bin.
00:52:01: Ich seh ihn überhaupt nicht als schlecht also überhaupt nicht.
00:52:03: sonst würde ich niemals dastehen wo ich heute bin und ich würde einfach den Leuten sagen Mach es so wie du's gerade machst weil das ist gut Und wenn Du grade lost bist dann ist das okay.
00:52:16: Dann darfst Du los sein und Du darfst auch durch die Tür gehen und dir sagen Scheiße dass ich dich durch die andere Tür gegangen bin Weil sich selber dann noch zusätzlich fertig machen für Gedanken die da sind.
00:52:27: Das bringt überhaupt nichts das sein zu lassen und sich aber trotzdem bewusst zu machen, okay?
00:52:34: Ich struggle damit vielleicht gerade.
00:52:35: Und bin hier auf einer Suche nach irgendwas wo ich einfach total lost bin und ich möchte immer besser werden schneller weiter schlauer.
00:52:43: Aber jetzt einmal kurz durchatmen und sagen Vielleicht ist dass was ich gerade tue Einfach das perfekte schon für mich.
00:52:50: und Was ist denn perfekt?
00:52:52: also sich auch mal wirklich hinzusetzen über zu überlegen Was ist perfekt?
00:52:56: und tatsächlich findest du eigentlich keine Antwort ... dafür, weil das was Perfektes liegt bei dir so.
00:53:01: Und dass halt das immer was ich auch... Was mir tatsächlich immer hilft auch zu überlegen wo willst du denn hin?
00:53:07: Ja!
00:53:09: Aber du bist schon sehr nah dran eigentlich und deswegen ja.
00:53:13: Bei Selbstoptimierung was geht bei dir...?
00:53:17: Was geht verloren wenn man sich ständig selbst optimiert?
00:53:19: Also ich würde eigentlich sagen du komplett also Du, deine Persönlichkeit, deine Freude.
00:53:25: Deine Emotionen.
00:53:26: Alles geht verloren!
00:53:27: Du bist nur noch voll im Fokus und im Tunnelblick auf dieses ... Ich möchte perfekt sein, ich möchte gut genug sein aber eigentlich ja das ist halt wirklich dieses Streben nach etwas was du nie erreichen kannst weil umso mehr du in diesem Tunnel bist und so mehr verlierst du dich gefühlt und auch dieses Licht am Ende des Zudels wo man hin will vielleicht wird immer kleiner und irgendwann schießt du im Dunkeln da und denkst dir Okay, ich hab gar nichts mehr.
00:53:53: Ich weiß nicht mehr, wer ich bin und was ich möchte oder fühle.
00:53:56: Und ... ich habe das auch ganz extrem in Gruppensituationen immer gespürt.
00:54:02: Weil ich da auch immer selbst da diese optimale Freundin sein wollte.
00:54:07: Irgendwie wollte ich laut und präsent sein aber dann dachte ich, du darfst auch nicht zu viel sein!
00:54:11: Und ich war viel zu viel verkauft in mir drinne dass ich diese Situation einfach so einen schönen Abend mit Freunden zu haben, gar nicht mehr genießen konnte.
00:54:20: Also ... Ich war nur noch dieses was-denken die von mir.
00:54:23: und bin ich gut genug?
00:54:24: Und... Ich mach das falsch!
00:54:26: Da bin ich nach Hause gegangen, hab noch Stunden darüber nachgedacht.
00:54:29: Ich hab dann immer den noch mal geschrieben, es tut mir leid wenn ich Sohn gemacht habe und alle haben gesagt Stella, was denkst du denn eigentlich jetzt?
00:54:35: Aber ich kann direkt einhaken weil ich verstehe das total richtig gut.
00:54:38: Ich glaube ganz viele kennen diese Situation.
00:54:40: Dass man zum Beispiel ... Man trifft neue Leute Und man verabschiedet sich komisch.
00:54:46: So, weißt du?
00:54:47: Man gibt so... Komisch die Hand oder so und eine will ne Faust geben dann machst du auf irgendwie sowieso das ist ganz seltsam und denkst jetzt kam ich rüber wie ein Trottel!
00:54:54: Ja.
00:54:54: Und dann.. Ich zum Beispiel bin auch Mensch steht da unter einem sozialen Druck.
00:54:58: Ich mach mir ständig Gedanken darüber ob ich einfach cooler reagieren könnte oder gerade auch bei engen Freunden dass man denkt der hat mir grade was total nettes gesagt oder was total intimes anvertraut und ich hab bin da so drüber gegangen und macht mich dann viel mehr Gedanken.
00:55:11: für andere Personen war das gar nicht so'n Thema.
00:55:14: Wie meinst du, kann man das besser machen?
00:55:16: Einfach nachfragen oder...
00:55:17: Ich würde sagen tatsächlich ja diese Kommunikation.
00:55:20: Weil mir das auch gerade nochmal so auffällt wo du das zum Beispiel sagst.
00:55:24: ich finde du wirkst so souverän und ich hatte niemals gedacht dass du auch solche Situationen hast.
00:55:29: Das ist allgemein was ich auch noch mal den Leuten raten kann, einfach sich manchmal auch dieses Feedback von außen zu holen oder auch mit anderen Personen zu sprechen.
00:55:38: Und dann in solchen Situationen zum Beispiel jetzt bezogen auf die Freunde so zu fragen hast du es wirklich so empfunden?
00:55:44: Weil man selber ist so selbstkritisch weil man halt denkt man muss so und so sein dass man halt eigentlich überhaupt nicht sieht was man schon isst und was man kann und das man halt so gut ist wie man isst.
00:55:56: Man hat in allen Bereichen eine verzerrte Wahrnehmung und deswegen meiner Meinung nach auf jeden Fall die Kommunikation und gerade mit Freunden, weil so viele Leute denken eigentlich genau gleich.
00:56:07: Und irgendwie ja fühlt man sich immer damit so alleine und denkt, ich bin hier die Einzige, die nicht perfekt ist und vergleicht sich das habe ich auch ganz viel mit Freünden.
00:56:16: dann denke ich immer Boah die sehen so gut aus und die haben das und ich will genauso sein!
00:56:21: Ich hatte letztens noch ein Gespräch darüber.
00:56:24: Das war jetzt auch, als die Uni wieder angefangen hat selbst halt auch da.
00:56:26: Ich bin da drin und das ist einfach ein Raum gerade in Menschenmengen.
00:56:30: einfach ja so gefundenes Futter für die Perfektion, für diese Selbstoptimierung und dieses Ja Streben nach besser werden sag ich mal.
00:56:39: Und dann Hat die Uni wie der angefangen und ich war solange jetzt durch die Semesterferien in So sehr für mich konnte mich sehr auf mich fokussieren und sofort also sofort einfach mein Kopf fängt wieder an, die sehen besser aus.
00:56:51: Die können das besser ... Ich bin hier komplett falsch in diesem Studiengang und
00:56:54: so.".
00:56:54: Und dann hab ich das tatsächlich mal einer Freundin gesagt, sie meinte, mir ging es genauso.
00:57:00: Und ich weiß gar nicht was du hast!
00:57:02: Weil ich gucke dich an und denk mir, boah, du hast einen guten Style und neben dir seh' ich so scheiße aus und sowas.
00:57:08: Also... Das sind's halt so ... Dieses Man selber sieht sich so kritisch, aber andere Personen sehen diese Dinge in dir die du dann in anderen Personen siehst.
00:57:18: Und das ist halt so.
00:57:19: dieses was ich auch damit mein es gibt nicht das perfekte und für andere Personen Ist Das Was Du machst Komplett Perfekt und Du Selber Denkst Ja Da Ich Man kann gar nichts.
00:57:30: Ich bin der größte Versager der Welt und das ist halt dieses.
00:57:33: deswegen Kommunikationen super, super wichtig aber natürlich auch mit Menschen den man da vertraut weil es einfach ein intimes Thema was man natürlich nicht mit jedem besprechen möchte.
00:57:42: ich finde es halt auch super schwer diese solch Gedanken überhaupt zu teilen mit anderen.
00:57:48: Aber wenn man's macht man fühlt sich eigentlich immer befreit und denkt sich wow Ich bin doch nicht alleine.
00:57:53: Deswegen würde ich das auf jeden Fall auch noch mal raten, wirklich einfach mal versuchen drüber zu
00:57:57: sprechen.".
00:57:58: Das ist so krass wie du es sagst, weil man sieht ja immer das Perfekt in anderen ... Also Social Media ist sowieso eine ganz... Da ist es nochmal, finde ich, wie ein Brandlass, weil's da extrem ist.
00:58:09: Aber selbst schon früher hat Robin Williams gesagt, ich weiß nicht, ob den Schauspieler noch kennt.
00:58:14: Der hat das auch immer gesagt, wenn man Leute trifft, man sieht nie was die für'n Gepäck haben und jeder hat einen Koffer.
00:58:19: Und das ist im Prinzip Das Gleiche, dass wenn man denkt für die anderen ist das so leicht und die gehen da so leicht durch.
00:58:25: Und ich muss mich so abrakern aber eigentlich sind alle im gleichen Boot und meistens ist es gar nicht so perfekt bei den andern.
00:58:32: Wie schaffst du das denn dich von diesen davon abzugrenzen?
00:58:35: Von dem Druck von der Selbstoptimierung?
00:58:38: Also was mir halt auch oft hilft, ist mich zu fragen, dient es mir oder kontrolliert es mich.
00:58:43: Also hilft mir diese Selbstoptimierung jetzt wirklich das zu erreichen, was ich möchte und bin ich damit Freude dabei?
00:58:49: Und stehe ich da voll hinter?
00:58:51: Oder mache ich es aus einem Zwang oder nach Streben, nach einer Kontrolle oder dass ich irgendwie das Gefühl habe, ich möchte damit etwas kontrollieren?
00:58:59: und wie fühlt sich dieses Streben nach dieser Perfektion Und das haben wir auch gesagt, dass Selbstoptimierung ja auch für Menschen einen Antrieb sein kann.
00:59:11: Aber ich finde selbst Optimierung ist nur dann gut wenn sie aus Selbstliebe kommt und nicht aus dieser Angst nie genug zu sein.
00:59:18: Das ist halt das was mir immer hilft nochmal zu überlegen... Was ist mein Antrieb eigentlich?
00:59:26: Also dient es mir oder kontrolliert es mich?
00:59:29: Klingt so banal aber da steckt ja so viel dahinter!
00:59:31: Ist ja ein richtig guter Satz weil das zeigt ja wirklich auf dem Punkt genau so.
00:59:36: Woher kommt die Idee dazu?
00:59:37: Genau.
00:59:38: Also ist es jetzt nur dafür da, um sozusagen diese Selbstoptimierung zu befriedigen.
00:59:42: oder ist es wirklich so ein Tool für mich was mir Motivation gibt?
00:59:48: Ah, spannend!
00:59:49: Okay.
00:59:50: Schließt jetzt im Prinzip direkt daran an aber ein bisschen persönlicher Worauf bist du rückblickend bei dir stolz?
00:59:58: Ja ich glaube ich würde halt einfach sagen dass ich diesen Prozess vertraut habe weil Ich hatte so viele Momente wo ich dachte okay Es geht nicht mehr, irgendwie komme ich nicht weiter.
01:00:08: Ich schaff das nicht und auch im Außen vielleicht gedacht wurde, ich schaffe es nicht.
01:00:14: Aber dass ich einfach doch immer weiter gemacht habe ... Das sollte man noch immer in den Situationen, wo man denkt, ich kann nicht mehr?
01:00:25: Ich schaffe das nicht mehr!
01:00:26: Und ich weiß gar nicht wie ich das erreichen
01:00:29: soll.".
01:00:30: Was ich erreichen möchte, doch du wirst irgendwann da hinkommen und manchmal dauert es länger.
01:00:34: Manchmal geht schneller und das ist so ein bisschen einfach.
01:00:37: das worauf ich sagen kann auch ja worauf Ich stolz bin dass ich halt einfach weiter gemacht habe Und auch wenn's ein langer Prozess ist das halt auch dieses Wenn man halt was macht Das war auch immer bei mir so dann muss Es halt sofort perfekt werden oder auch so Im Zuge jetzt mit der Ersterung, ja okay das muss jetzt sofort besser werden.
01:00:56: Nein muss es nicht!
01:00:57: Es ist ein Prozess und du kannst nicht von dir verlangen Riesenstep zu gehen egal in welchen Bereichen und deswegen halt einfach zu sagen kleine Schritte sind besser als keine Schritte und der Prozess wird's machen und dass wir am Ende gut werden.
01:01:12: Da kannst du stolz auf sein.
01:01:14: Vielen Dank dir!
01:01:14: Danke!
01:01:19: Ja Kai, wir hatten ja heute wieder zwei ganz tolle Gästen.
01:01:22: Ich bin noch ganz beeindruckt!
01:01:24: Ich fühle mich dann manchmal... ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll weil so... safe nicht in dem Alter, ich will das nie mal aufs Alter schieben aber so eine Verbindung zu den Gefühlen und beide haben ja im Prinzip ähnliche in Anführungsstrichen Probleme und Schildern das aber haben ne komplett anderen Umgang damit und ganz andere Geschichte damit und das finde ich super spannend.
01:01:49: Ich muss auch echt sagen, ich habe eben total Gänsehaut bekommen bei diesem Satz.
01:01:54: Den Stella gesagt hat dient es mir oder kontrolliert es mich also so dieser Punkt wenn ich was mache was mich vielleicht optimiert?
01:02:03: kommt das aus einer Selbstliebe und aus einer Neugier und aus dem Wunsch was zu erlernen und zu wachsen?
01:02:09: Oder aus anderen Quellen weil ich vielleicht dieses Loch in mir füllen kann was sich gar nicht fülle kann mit diesen Sachen und das fand ich einfach so ein tolles Bild.
01:02:18: Ich habe Gänseholt gekriegt dabei, weil ich dachte dass es so erdrückend in dem Moment wenn du das hörst also ist das für mich einen Steigbügel oder drückt mich da gerade was runter?
01:02:27: Fand ich total toll!
01:02:29: Das ist wirklich irgendwie ganz stark gesagt.
01:02:32: und da frage ich mich immer bei diesen Thematiken wie zum Beispiel Selbstoptimierung.
01:02:37: Das ist natürlich auch ein Thema in aller Lebensbereiche was es so ausstrahlt.
01:02:42: Und ich kann mir vorstellen, dass das natürlich auch gerade Familien mit Kindern ein Riesenthema ist weil eben... Ich meine das hat Mila und auch Stella gesagt man schottet sich selbst ab weil man nur noch im Fokus ist besser zu werden und damit nimmt man natürlich ja um sozialen Leben nicht mehr teil.
01:02:58: Was kann man denn von außen tun wenn man merkt?
01:03:01: Da ist diese Problematik als Eltern Freunde um da vielleicht ein bisschen unterstützen zu sein.
01:03:08: Also einmal, ich glaube was heute so ein bisschen auch in unseren Gesprächen aber auch den Gesprächen mit den zwei Gästinnen rausgekommen ist.
01:03:15: Es ist ja etwas das alle betrifft.
01:03:16: Das heißt es betrifgt ja Eltern, Freunde, Lehrkräfte genauso dass sie wahrscheinlich sich auch Druck machen möglichst gute Eltern und Freunde Lehrer sein zu wollen.
01:03:26: Das heisst einmal natürlich ganz wichtig.
01:03:28: Vorbildfunktionen Also, wie gehe ich mit mir selber um?
01:03:31: Wie gehe ich selbst damit um wenn ich mal Fehler mache.
01:03:34: Was sage ich dann eigentlich so für Sätze, wenn mein Kind oder meine Schülerin... ...oder meine Freundin zuhört?
01:03:40: Dann natürlich ganz ganz wichtig konstruktive Kritik!
01:03:44: Wir hatten ja am Anfang ein bisschen diese Unterteilung hilfreicher nicht hilfreicher Perfektionismus und das haben die beiden auch immer wieder aufgegriffen Wenn ich was falsch mache, wie gehe ich danach eigentlich mit mir um?
01:03:54: Und dann eben auch für andere.
01:03:55: Wie gehe ich mit meinem Kind meiner Schülerinnen meinen Schülern um wenn ihr was falsch machen?
01:04:00: Also nicht die Person irgendwie kritisieren sagen du bist faul oder du bist dumm oder du schnalzt das nie Oder du gehorchst einfach nicht sondern wirklich hinschauen Mitgefühl mit der Person haben und gemeinsam überlegen, na ja was war schwierig und das vielleicht Fehler eher so als Möglichkeit zu wachsen.
01:04:20: Als Familie zu wachsen, als Person zu wachen betrachten und dann eben auch konstruktiv sein, gemeinsam über legen wie geht es weiter?
01:04:28: Und dann finde ich auch ganz wichtig bei jungen Leuten einen Ausgleich.
01:04:32: also wir leben in einer Leistungsgesellschaft die ist überall aber auch gucken und das finde ich halt Mila ganz toll mit dem Hobbyfotografieren genannt.
01:04:42: Wo habe ich dann auch mal Sachen, die vielleicht leistungsfrei sind?
01:04:45: Also auch bei meinen Kindern oder bei Schülerinnen und Schülern darauf achten.
01:04:48: Dass es leistungssfreie Zeiten gibt ein Hobby ohne Leistungen, Familienzeit Zeit in der Klasse wo's einfach nicht darum geht wer macht gerade was gut oder besser Oder Sachen die messbar sind sondern einfach wirklich wo es darum geht im Moment zu sein Spaß zu haben sich nicht zu vergleichen Nicht zu bewerten?
01:05:05: Ich weiß nicht kennst du das aus deinem Leben?
01:05:07: oder was hast Du da vielleicht so für Tipps aus deinim Leben wo es dir mal so geht
01:05:11: Wenn ich mich vergleiche?
01:05:12: oder wenn nicht
01:05:13: so leistungsfreie Sachen, also was machst du eigentlich?
01:05:15: So.
01:05:16: Wann hast Du das Gefühl, Du bist mal mit dir so im Rhein und Du machst etwas einfach um diese Tätigkeit?
01:05:22: Willen?
01:05:23: ja Ich bin.
01:05:24: Das sind bei so Sachen wo ich weiß dass ich halt Nicht gut Bin aber es ist super gerne mache es zum Beispiel wenn man Zum Beispiel so ein hobby hat wie surfen oder so da weiß ich Da werde ich auch.
01:05:33: da brauche mir nicht vergleichen weil ich bin.
01:05:35: Also ich weiß, ich bin nicht gut.
01:05:37: Aber ich mache das unglaublich gerne.
01:05:39: und wenn ich mich da vergleichen würde... also dann würde mir der Hobby keinen Spaß mehr machen.
01:05:44: aber da geht es einfach nur um die Zeit in dem Moment, wo man mal geduldig sein kann.
01:05:51: Ich bin sonst sehr ungeduldiger Typ und da geht das supergut.
01:05:55: ehrlich gesagt!
01:05:56: ... brennt sie jetzt, du hast gerade genickt.
01:06:00: Brennt ihr noch auf der Seele dass das auch noch betonen willst?
01:06:03: Dass du das bei solchen Tätigkeiten auch hast?
01:06:06: Nein ich, mir brannte grad auf der Sele.
01:06:09: auch so dieser Punkt... Ich glaube Stella hat das ganz gut benannt mit diesen Na ja manchmal macht sie dann Aktivitäten und denkt eigentlich müsste ich jetzt aber lernen oder dieses oder jenes.
01:06:19: also ich glaub es ist auch ganz wichtig so... Eigentlich ist gar nicht so wichtig was man da macht sondern mit welcher Haltung man das macht.
01:06:24: Also ich kenne das auch, ich puzzle gern
01:06:27: Ja ...
01:06:28: wenn die halt denke ich, dass es eigentlich so ein richtig dämliches Hobby ist... ... weil daraus ja nichts entsteht.
01:06:33: Also ich puzzle dieses Puzzle und dann kommt sie dann in die Packung.
01:06:37: Das heißt ich kenne das natürlich auch von mir
01:06:39: oder
01:06:40: auch beim Surfen... ...es entsteht ja nichts dadurch aber sich das immer wieder so bewusst zu machen.
01:06:44: wir sind ja nicht immer nur da um Sachen entstehen zu lassen sondern... ...das ist voll okay wenn man was macht einfach damit man sich dabei gut geht irgendwie gut fühlt.
01:06:53: Und das finde ich ganz spannend, weil du, wenn du das sagst... Weil heute war auch ein Riesenthema!
01:06:56: Das war eigentlich immer so beiläufig benannt aber Riesenthema ist ja auch gerade wenn wir uns vergleichen, dass wir immer mit gewissen Botschaften auch über Social Media konfrontiert sind.
01:07:06: Und das ist so ein Ding da passiert mir das immer wieder.
01:07:08: also wenn du das so leicht sagst ja wir müssen konstruktiv sein und auch mal akzeptieren wenn was nicht so läuft.
01:07:13: Das ist ja nicht immer das was einem so widerspiegelt wird.
01:07:15: Also wenn ich durch meinen Feed gehe bei Insta egal wo TikTok völlig egal.
01:07:19: Mir werden Sachen reingespült und da bin ich gespannt was du als Therapeutin dazu sagst Wenn du so... Ich muss schon zusammenzucken aber sowas wie Du kannst alles schaffen!
01:07:28: Du musst es nur wollen oder dein Leben verändert sich, wenn du dich veränderst.
01:07:33: Also es ist alles so Disziplin schlägt Motivation.
01:07:38: Das sind solche Sätze... Wenn wir über Perfektionismus sprechen, über krankhafte Selbstoptimierung dann sind das natürlich Sätze die wirken wie ein Katalysator, wie eine riesen Schild was dir vor den Kopf gehauen wird.
01:07:50: So wirkt das!
01:07:52: Aber gibt's da für bessere Alternativen?
01:07:54: Ist die Frage?
01:07:55: Ja, auf jeden Fall.
01:07:56: Also es sind ja alles so Sätze die so absolut sind und die vielleicht auch ignorieren dass es manchmal strukturelle Hindernisse gibt.
01:08:03: also was wie du kannst alles schaffen du musst das nur wollen.
01:08:06: naja das gilt natürlich auch nur für Leute die die Zeit und das Geld und vielleicht auch andere Voraussetzungen haben.
01:08:12: in dem Moment genau.
01:08:13: aber schauen wir mal ein bisschen Aufsätze die besser sind.
01:08:16: ich habe da Chatchi gefragt weil genau wie du hab ich auch vor allen Dingen Bullshit-Mantras in meinem Instagram und auf Postkarten.
01:08:26: Und hab dann gedacht, komm ich frag mal ChatGPT?
01:08:29: Ich würde dir jetzt mal so ein paar vorlesen... ...und dann kannst du ja so ne Topdreifleicht köern oder setz zu sagen die du irgendwie besonders gut fandst.
01:08:38: Okay es geht wahrscheinlich nicht über das von Stella mit vertraut dem Prozess aber gut!
01:08:43: Ich versuch's mal.
01:08:44: Lass mir mal Chat GPT gegen Stella antreten.
01:08:47: Ohne direkt mal wieder so einen Wettkampf zu
01:08:48: haben.
01:08:49: Direkt nen WettKampf wird Challenge.
01:08:52: Also Satz eins, ich muss nicht perfekt sein um wertvoll zu sein.
01:08:56: Ja
01:08:56: okay stark!
01:08:57: Ich darf Pausen machen um zu wachsen.
01:09:01: Den finde ich zum Beispiel natürlich super weil ich bin Fan von Pausens.
01:09:03: aber gut.
01:09:05: Ich darf mich selbst lieben unabhängig davon was ich heute erreicht oder geschafft habe.
01:09:11: Ich bin auf meiner eigenen Reise und das ist gut so.
01:09:15: Das passt natürlich mega auch zu Mila.
01:09:18: Also muss ich auch sagen, dass was sie auch ihrem Jüngeren Ich gesagt hat ist das natürlich... Ja, Schapo an Chat war die KI doch mal ganz smart.
01:09:26: jetzt, würde ich sagen.
01:09:27: Und der letzte Vergangenheit und Fehler definieren nicht meine Zukunft?
01:09:36: Den würd' ich glaube kicken weil ich glaub, die Vergangenheid-und-Fehler definieren auch manchmal Zukunft, weil da raus entsteht ja auch etwas.
01:09:47: Die ersten, die du vorgelesen hast, fand ich super.
01:09:50: Was ist deine Top-I?
01:09:51: Top- I war glaube ich der Erste!
01:09:54: Ich muss nicht perfekt sein um wertvoll zu sein.
01:09:55: So
01:09:56: den finde ich schon super.
01:09:58: Also ich glaub' ich nehm dem mit der Reise... ...ich bin auf meiner eigenen Reise und das ist gut so.
01:10:02: Weil ich fand', dass haben auch beide Jugendlichen so benannt naja letztendlich wenn du irgendwie im Nachahmst um perfekt zu werden und dann bist du da und dann siehst du wieder jemand anders und er ist anders und rennst du dahinterher kommst du ja nie an.
01:10:16: Find ich auch gut finde ich auch gut, kann nicht sehr mit leben muss ich sagen.
01:10:20: Zu dieser Folge gibt es natürlich auch ein Deep Dive und der ist ganz spannend.
01:10:25: da geht's auch um Selbstoptimierung, um Perfektionismus aber auch mal ganz selbstkritisch in der Therapie weil das ist auch ein Riesenthema
01:10:33: Genau!
01:10:34: Und wie immer gilt wenn es euch nicht gut geht auch nach oder beim Hören der Folge sprecht mit jemandem.
01:10:40: Anlaufstellen findet ihr wie immer in den Show notes.
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